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Studie zum Alkoholkonsum Jugendlicher



01.03.2011 12:34 Uhr, geschrieben von BZgA/Red. | Thema: Alkoholkonsum Jugendlicher

Der regelmäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen in Deutschland ist weiter rückläufig und hat 2010 den niedrigsten Stand seit den 70er Jahren erreicht.

Noch immer aber verbreitet sich das sog. Binge-Trinken (Rauschtrinken). Zwar sind auch hier leichte Rückgänge zu verzeichnen, eine generelle Trendwende lässt sich aus den neuen Zahlen jedoch nicht ableiten. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
Vor allem in der Altersgruppe der 12- 17jährigen griffen 2010 deutlich weniger Jugendliche regelmäßig zu alkoholischen Getränken.

Auch die Zahl derer, die das Binge-Trinken, also den Konsum von mind. 5 alkoholischen Getränken bei einer Gelegenheit, praktizieren, ist über alle Altersgruppen hinweg leicht gesunken. Vor allem bei Jungen und jungen Männern ist dieses riskante Trinkverhalten weiterhin verbreitet. So praktizierte im vergangen Jahr jeder Fünfte 12- 17jährige mind. 1x im Monat Binge-Trinken, bei den 18- 25jährigen war es sogar jeder Zweite.
ZUCHTMITTEL NR: 1
Erstmals wurden Jugendliche nach ihren Trinkmotiven und ihrer Einstellung zum Alkohol befragt.
Die Ergebnisse zeigen: es sind vor allem soziale Faktoren, die den Alkoholkonsum von Jugendlichen beeinflussen. Sie trinken, um Spaß zu haben, Hemmungen zu überwinden und weniger schüchtern zu sein. Für den Alkoholkonsum entscheidend ist außerdem das direkte Umfeld junger Menschen. Je mehr und je häufiger Alkohol etwa im Freundeskreis getrunken wird, desto höher ist der eigene Alkoholkonsum.
"Alkohol ist nach wie vor das Suchtmittel Nr. 1 bei jungen Menschen" betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundenzentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Sie trinken insgesamt immer noch deutlich zu viel. Präventation ist und bleibt unverzichtbar."
Vor diesem Hintergrund gewinnen die Kampagnen gegen Alkoholmißbrauch, die z.B. von der BzGA ("Alkohol? Kenn dein Limit!") oder dem Arbeitskreis Alkohol und Veranwortung des BSI (Bundesverband der deutschen Spirituosenindustrie und -Importeure e.v.) durchgeführt werden ("Klartext reden", Schulungsinitiative Jugendschutz - SchuJu". Don´t drink and drive) weiter an Bedeutung.
BZgA/Red.


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